Sonntag, 5. Juni 2011

Idiot Questionnaire

Den allermeisten Leuten scheint es extrem schwerzufallen, in ihrem Profil irgendwas über sich zu sagen. Das ist besonders eigentümlich, wenn man bedenkt, daß die Mehrzahl aller Menschen im täglichen Umgang gar damit nicht aufhören kann, von sich selbst zu reden.

Im Versuch, die Partnersuche zu erleichtern, eröffnet eine der großen internationalen Sites zahlenden Mitgliedern die Möglichkeit, dem Profil einen Fragebogen anzuheften.

Stoße ich mal auf jemanden, der vage interessant klingt, werde ich fast immer mit der Bitte konfrontiert, Ja-Nein-Fragen zu beantworten, die für weitere Selbstoffenbarung auf singuläre Weise ungeeignet sind. Mal ganz davon abgesehen, daß ich mich nicht gern von unbekannten Computerprogrammen duzen lasse.

1. Holst du dir mindestens zweimal pro Woche eine Tageszeitung?
Was genau möchtest Du eigentlich wissen? Ob ich mich
brennend für Politik interessiere? Dann läse ich jeden Tag die Zeitung. Wenn ich sie mir 2x wöchentlich hole, dann heißt das, daß ich sie um des Kinoprogramms willen und der Kleianzeigen mit den gebrauchten Gartenmöbeln wegen kaufe.
Und zählt es, wenn ich die Sonntagsausgaben von 2 verschiedenen Zeitungen lese?

2. Glaubst du an die "Liebe auf den ersten Blick"?
Hmpf. Für mich selber? Nein. Für andere? Vielleicht. Überhaupt, ich bin 48, Du bist mindestens Mitte Fünfzig und wir suchen beide im Internet! So, what’s the point?
3. Ist es wichtig, immer einer Meinung zu sein?
In Bezug auf was? Den Staatsetat? Wer das alte Tempotaschentuch mit in die dunkle Wäsche getan hat?
4. Findest Du es in Ordnung, wenn Dein Partner häufig ohne Dich ausgeht?
Was heißt „häufig“? Einmal die Woche? Ja. Dreimal pro Woche? Wenn Du an drei Tagen pro Woche ausgehen möchtest, egal ob mit mir oder ohne mich, dann passen wir sowieso nicht besonders gut zusammen.
5. Bist du morgens gut gelaunt - mal abgesehen von ein paar Ausnahmen?
Ich bin weder gut noch schlecht gelaunt. Ich schlafe bis nach dem zweiten Kaffee.
6. Würdest du eine alte Freundschaft für eine neue Liebe riskieren?
Was zum Kuckuck soll das heißen?
7. Wärst du schon 2 Wochen nach dem ersten Treffen bereit für ein romantisches Wochenende zu zweit?
Ist es nicht einen Tick indiskret, mich das zu fragen? Bevor wir uns überhaupt kennengelernt haben? Oder willst Du damit sagen, daß Du maximal vierzehn Tage zu warten gewillt bist, bis ich mit Dir ins Bett steige?
8. Ist die gemeinsame Wohnung unentbehrlich, wenn man sich liebt?
Was für eine Frage ist das? Antworte ich mit „Ja“, hast Du Angst, daß ich zum zweiten Date mit dem Umzugswagen anrücke. Antworte ich mit „Nein“, bin ich ein verknöchertes, bindungsunfähiges Monster.
13. Findest du eher jüngere Männer (nein) oder reife Herren (ja) attraktiv?
Was soll das? Du bist 10 Jahre älter als ich und ich bin dabei, Deinen Fragebogen zu beantworten. Spricht das nicht für sich?
15. Angenommen, ich will ein paar Kilos abnehmen - wärest du bereit, aus Solidarität deinen Speiseplan zu ändern?
Schon mal vom Jojo-Effekt gehört? Wieso fängst Du nicht stattdessen an, Sport zu treiben?
16. Spielen für dich Gefühle aus deiner Vergangenheit noch eine Rolle?
Sag mal, hat Dich Deine letzte Freundin um einer alten Flamme willen verlassen?
18. Ein Abend unter Freunden ist geplant. In letzter Minute teile ich Dir mit, dass ich noch eine andere Person eingeladen habe. Kannst du damit umgehen?
Bin ich diejenige, die kocht? Was gibt es zu essen? Wieviele Stühle haben wir? Ist die andere Person Deine Ex?
19. Was verstehst du unter einem gelungenen Abend: Romantische Stunden zu zweit (ja) oder ausgelassenes Feiern in der Disco (nein)?
Tatsächlich eine Frage, die ich mit eindeutigem „Ja“ beantworten kann. Nicht, weil ich mir unter „Romantischen Stunden zu zweit“ viel vorstellen könnte. Ist das ein Euphemismus für Schmusen?
Aber in eine Disco kriegen mich heutzutage keine zehn Pferde.

17. Wir haben Freunde zu Besuch. Einige von ihnen sind Raucher und ich bitte sie, draußen zu rauchen. Bist du damit einverstanden?
Hast Du Dir eigentlich Deinen eigenen Fragebogen durchgelesen? Du bist selber Raucher, Mann!

Wirklich aussagekräftige Fragen sehen selbstverständlich anders aus. Zum Beispiel so:

1. Das Weltmeisterschaftsspiel ist in der Verlängerung. Plötzlich kreischt Ihre Partnerin aus dem Nebenzimmer „Schnuckiputz, da ist eine Riesenspinne!“.
a) Sie brüllen zurück „Ich hab Dir schon x-mal gesagt, daß Du mich nicht Schnuckiputz nennen sollst!“.
b) Sie drehen den Ton lauter und schließen die Türe mit Nachdruck.

2. Ihre Freundin hat eine böse Erkältung.
a) Sie legen sich zu ihr ins Bett und bitten um die Zeitung, weil Sie selbst noch viel kränker sind.
b) Sie ziehen für ein paar Tage zu Ihrer Mutter, damit Ihre Liebste sich in Ruhe auskurieren kann.
c) Sie kochen sich Ihren Tee grummelnd selbst und hoffen, daß sie baldmöglichst wieder auf dem Damm ist. Das schmutzige Geschirr lassen Sie absichtlich stehen, damit sie sieht, daß Sie keineswegs auf eine Frau angewiesen sind, um sich zu versorgen.
d) Sie rufen Ihren besten Freund an, damit er mit Ihnen einen trinken geht.

3. Der Geburtstag Ihrer Freundin steht an.
a) Für sowas haben Sie eine kompetente Sekretärin.
b) Sie forsten Ihre Schubladen durch. Da war doch irgendwo noch die Granatbrosche von Tante Irene, die Ihre Ex nicht haben wollte?
c) Sie kaufen eine Flasche Sekt und einen Blumenstrauß an der nächsten Tankstelle und sind sicher, daß Ihr charmantes Lächeln alles wieder gutmacht. Selbst die Tatsache, daß Ihre Freundin sowohl von Sekt wie auch von Gerbera Migräne bekommt.

4. Der fünfzigste Geburtstag Ihrer einzigen Schwester steht bevor.
a) Sie teilen es Ihrer Lebensgefährtin mit und wissen, daß sie alles weitere veranlassen wird.
b) Sie erkundigen sich am Tag danach, ob Ihre Freundin an Karte, Anruf und Geschenk gedacht hat. Falls nicht, machen Sie eine Szene. Eine, die sich gewaschen hat. Damit sowas nicht nochmal vorkommt.

5. Ihre Freundin bekommt von Ihren Bartstoppeln Auschlag.
a) Sie vermeiden Hautkontakt.
b) Sie empfehlen eine gute Salbe.
c) Sie stocken die Biervorräte auf.

6. Ihre Lebensgefährtin wollte mit Ihnen in den Baumarkt gehen. Da ruft die im Ausland lebende beste Freundin an, von der Ihre Liebste nur selten hört, um mitzuteilen, sie habe sich das Ohr gebrochen, ihr Ehemann sei mit dem Klempner durchgebrannt und der Goldfisch ertrunken.
a) Sie fuchteln mit der Uhr vor den Augen ihrer Gefärtin herum und zischen „Die machen gleich zu!“.
b) Sie verlassen türenschlagend das Haus und gehen einen heben. Ausführlich.

Falls Sie keine der Optionen problemlos als zutreffend ankreuzen konnten, sehe ich Ihrer Email hoffnungsfroh entgegen.

Freitag, 27. Mai 2011

Ratgeber II

Tip N° 47: Diese Rubrik, in der Sie Ihre Meinung zur Ehe kundtun können? Überlegen Sie sorgfältig, was Sie dort anklicken.

Sagen Sie ruhig, Sie hielten die Ehe für verzichtbar, unwichtig, veraltet, oder was auch immer. Aber jammern Sie oben nicht darüber, daß es keine Frau zu geben scheint, die bereit ist, über Ihr leicht verbesserungswürdiges Äußeres hinwegzusehen, wenn Sie unten kategorisch erklärt haben „Mich schleift nie wieder eine vor den Altar!“
Verstehen Sie mich recht. Es geht uns nicht darum, unbedingt von Ihnen geheiratet zu werden. Aber wir möchten nicht bereits angesichts Ihrer Basisdaten erfahren, wie entsetzlich grimm Sie ihrer Ex noch immer sind, weil sie bei der Scheidung die Bleiglasbowlengarnitur zugesprochen bekam.

Wenn Sie andernorts „getrennt lebend“ angeben, hier aber behaupten „Die Ehe ist für mich heilig“, werden Besucherinnen bestenfalls annehmen, Sie hätten vor, in nächster Zeit an den heimischen Herd zurückzukehren. Schlimmstenfalls werden sie vermuten, Sie hielten Ihre Gattin irgendwo in einem Käfig gefangen, damit sie nicht zum Scheidungsrichter laufen kann.
Es wird jedoch immer unwillkommene Zweifel an Ihren grundlegenden logischen Fähigkeiten wecken.

Tip N° 48: Geben Sie Ihrer prospektiven Partnerin zumindest so lange Zeit, bis sie Ihren Namen erfahren hat, ehe Sie von ihr verlangen, mit Ihnen zusammen Sexfilme anzuschauen. Generell gibt es nämlich wenige Frauen, die, mit dem Foto eines bekleideten Mannes konfrontiert, sich als allererstes vorstellen möchten, wie derjenige aussieht, während er in sanftem Bildschirmflimmerlicht mit bloßem Hintern und dem besten Stück in der Hand auf dem Plüschbrokat sitzt. Lassen Sie also in der Liste Ihrer bevorzugten Filme die Pornos weg. Glauben Sie mir. Das ist ein klassischer Fall von zuviel Information.

Tip N° 49: Sie befinden sich bereits auf einer Dating-Site. Wir gehen daher bereits davon aus, daß Sie keine gebrauchte Zylinderkopfdichtung wollen. Und der Satz „Ich suche die Eine/Einzige/Frau fürs Leben/Frau meiner Träume“ wird auch durch zahllose Ausrufezeichen nicht interessanter.

Ja, ich weiß. Sie selbst gehen ausschließlich danach, ob Ihnen das Foto zusagt. Sonst würden mich nicht so viele Familienväter anlächeln, obwohl in meinem Profil steht, daß ich Vollwaisen und/oder Leuchtturmwärter bevorzuge. Frauen, glauben Sie mir, sind da ein bißchen anders.

Nutzen Sie diesen Platz daher dazu, tatsächlich etwas über sich selbst zu sagen. Daß Sie an Erdnussbutterphobie leiden. Daß Sie eine Vorliebe für getupfte Schopfwickler hegen. Erzählen Sie meinetwegen Ihren Lieblingswitz. Aber schreiben Sie irgendwas. Bitte.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Hobbyhorseriding

Ich komme mehr und mehr zu dem Ergebnis, daß diese Profilfragebögen für Leute ungeeignet sind, die mit Sprache zu tun haben. Oder vielleicht taugen sie einfach nicht für Menschen, die über mehr als zwei funktionierende Gehirnzellen verfügen.

Da werde ich nach meinen Hobbies gefragt. Damit das Computerprogramm mir passende Partner vorschlagen kann.
Hobbies? Umso länger ich das Wort betrachte, desto eindeutiger scheint es eine Zipfelmütze zu tragen und Puschelfüße zu spreizen.

Ich habe keine Hobbies. Ein Hobby besteht darin, Gladiolen zu züchten. Oder Fußpilzsporen zu sammeln.

Sind meine Blogs – horribile dictu – ein Hobby? Ist Alberne-Texte-schreiben-um-meine-Freunde-zu-amüsieren ein Hobby? Würde ich einen Mann vorziehen, der sich die Zeit auf dieselbe Weise vertreibt? Die Frage läßt mich kalt.
Allerdings wäre es mir lieb, wenn der Betreffende imstande wäre, notfalls einen orthographisch einwandfreien, zusammenhängenden Satz in irgendeiner Sprache zu schreiben. Diese Rubrik fehlt leider.

Himmelherrgott, gibt’s denn nichts, was ich zum Zeitvertreib tue? Doch. Ich gehe in Museen. Gelegentlich in Konzerte. Manchmal ins Kino. Ich sitze vor Cafés, weil drinnen das Rauchen verboten ist und spekuliere darüber, was die übergewichtige Dame dazu verleitet haben mag, sich von Kopf bis Fuß in enganliegende Tigerstreifen zu hüllen. Ich stehe von Zeit zu Zeit vor Schaufenstern rum und frage mich müßig, wer sich veranlaßt sehen wird, Schuhe zu kaufen, die der Trägerin den Anschein verleihen, an einer besonders unattraktiven Form von Klumpfuß zu leiden.
Nichts davon erfordert zwingend die Anwesenheit eines Partners. Ich könnte hervorragend damit leben, all das für den Rest meines Lebens allein zu tun.

Ich hab’s! Ich sammle Schuhe. Mein Hobby ist Schuhesammeln. Halt. Will ich einen Mann kennenlernen, der ebenfalls Fußbekleidung hortet? Nein. Auch dann nicht, wenn er eine Kollektion entzückender Damenpumps von Ferragamo, Bally und Prada vorzuweisen hat? Nein! Möchte ich einen Mann, der eine Frau möchte, die über ein kleineres Schuhmuseum verfügt? Es ist mir wurscht. Meine Schuhe gehören mir und müssen nur mir gefallen. Es ist eine rein narzißtische Angelegenheit.
Außerdem, fällt mir da ein, unterscheiden sich meine Schuhe in einem wichtigen Punkt von Eisstielskulpturen. Ich trage sie. Manche oft, andere selten. Aber praktisch jeder Mensch trägt Schuhe. Fast alle Bewohner der westlichen Welt besitzen mehr als ein Paar Schuhe und sind damit im Besitz einer - wenngleich winzigen - Schuhsammlung. Schuhesammeln kann also nicht eigentlich als Hobby betrachtet werden.

Wenn ich es recht bedenke, dann ist die Schnittmenge an Hobbies im engeren Sinne, denen sowohl Männer wie Frauen oft und gerne nachgehen, relativ klein. Selbst im einundzwanzigsten Jahrhundert herrscht noch betrüblicher Mangel an Männern, die hemmungslos der Hohlsaumstickerei frönen und Frauen, die angesichts wassergekühlter Wankelmotoren in Ekstase geraten.

Tatsächlich würde ich noch einen Schritt weitergehen und behaupten, daß die Beziehungsharmonie proportional zur Unterschiedlichkeit der Interessen steigt.
Wenige Dinge sind liebevoller Zweisamkeit so nachhaltig abträglich wie divergierende Auffassungen darüber, ob es Blumen gestattet sein sollte, sich je nach Wohlbefinden in Beeten auszubreiten, oder ob sie vielmehr in strammem Gleichschritt durch die Rabatten zu marschieren haben. Und man denke nur an die giftigen Küchendebakel, die aus der Butter-Öl-Debatte, dem Essig-Zitronensaft-Disput und der Mixer-Handquirl-Diskussion zwischen passionierten Freizeitköchen zu resultieren pflegen, wenn sie gleichzeitg in derselben Küche kochen.

Nicht nur deshalb ist es erstaunlich, daß es tatsächlich glückliche Paare geben soll, die sich auf dem Umweg über Partnersuchprogramme gefunden haben.

Luis schaut mir über die Schulter und sagt neugierig: „Lies vor, was die geschrieben hat, ja?“
„Die hat sich richtig Mühe gegeben.“ stelle ich fest.
„Sie sagt, sie möchte jemanden, der sagt Schatz, was möchtest Du essen? Heute koche ich. Einen, der beim Spazierengehen mit ihr Händchen hält. Einen, der gelegentlich auch mal mit ihr in einen romantischen Film geht. Einen, der sie ihren Freunden mit den Worten vorstellt ‚Das ist sie!’ Einen, der fürsorglich ist und sie morgens fragt, ob sie gut geschlafen hat.“ übersetze ich artig, und füge hinzu „Hey! Genauso bist Du. Die will Dich!“
Luis hört mit den Würgegeräuschen und dem Augenverdrehen auf, um entsetzt hervorzustoßen: „La virgen! Klick bloß schnell eine andere an!“

Montag, 16. Mai 2011

Less is more

Wie unglaublich verpennt die angeblich größte und ach-so-seriöse deutsche Site ist, sieht man daran, daß bei google als erstes ein Erfolgsbericht der Firma auftaucht, in dem zunächst der Laden gründlich durch den Kakao gezogen und dann unverhohlen Werbung für andere Sites gemacht wird, die deutlich erfolgversprechender seien. Ich beschloß also, meinen virtuellen Horizont qua match.com zu erweitern.

Das war erst mal keine gute Idee, denn es setzte der von mir so genannte Pizza-Effekt ein: habe ich auf der Karte 8 verschiedene Beläge zur Auswahl, ergehe ich mich in freudigen Spekulationen darüber, welcher mir wohl am besten schmecken wird. Bietet man mir 368 an, dann esse ich lieber Lasagne. So scheuchten mich 50.683 User, die gerade auf dieser Site online sind um einen Partner zu suchen, schneller ins Bett als es die Aussicht auf die ehevertragslose Heirat mit einem Multimillionär geschafft hätte.

Nun müllt die Site meinen Postkasten mit ebensolchen Fake-Mails zu wie die Engländer. Aber man sollte ja die Vorzüge von Mehrsprachigkeit nicht unterschätzen. Versehentlich öffnete ich heute die spanische Version der Site und dort kann ich sehr wohl sehen, wer mein Profil besucht hat, ohne stattdessen mit Versuchen bombardiert zu werden, mich zum zahlenden Mitglied zu machen. Kurios - anscheinend sitzt Spaniern das Geld weitaus weniger locker, wenn es um Kontaktseiten geht. Na ja, sie sind ja auch gemeinhin geselliger.

Zu sehen, wer mich potentiell interessant findet, hat natürlich auch seine Nachteile. Jedes Mal, wenn ich nachschaue, starrt Wolf-Berthold (ertappt, Lupus!) gedankenschwanger durch mich hindurch. Daß ein schwarz-weiß-karierter Hemdkragen kokett aus seinem roten Pulli lugt könnte ich ihm eher nachsehen als die Tatsache, daß er seinen offensichtlich von zuviel Latein beschwerten Kopf auf die Spitze seines linken Zeigefingers stützt. Vielleicht popelt er allerdings auch bloß gerade im Ohr - das ist wegen der wild-verschwurbelten Tapete im Hintergrund schwer zu erkennen.

Gentleman_666_6 hat über dem schwarzen Barbour einen bräunlichen Schal auf anheimelnd weibliche Weise um den Hals drapiert (doppelt nehmen und die Enden durch die Schlaufe ziehen). Verführerisch schimmert seine silbrige Mähne im Licht, er beschreibt sich selbst als "sehr attraktiv" - ich weiß einfach, daß er mehr Zeit vor dem Spiegel verbringt als ich und seine Kosmetikasammlung mit größerer Inbrunst hütet als Cher.
Dumm nur, daß in den Miniaturprofilen kein Platz für seinen ganzen Nickname ist, so daß er zum "gentlema" einschrumpfte.

Wohlgemerkt würde ich die virtuellen Finger auf alle Fälle von einem Mann lassen, der sich selbst als Gentleman betitelt. Zehn zu eins schreitet er - im Geiste lässig das Operncape schwingend - völlig unbeschwert von anderen Sorgen als der, wie er auf andere wirken mag, durch's Leben. Schmutzige Dinge wie Geldverdienen und Kloputzen überläßt er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seiner Gefährtin, die aus einer nur ihm selbst zugänglichen Logik nie in die Kategorie von Queen Elizabeth I zu fallen scheint.

Natürlich ist es lästig, immer wieder einen neuen Namen, sodann das Paßwort und die Paßwortbestätigung eingeben zu müssen, ehe das Fenster aufgeht, in dem steht, daß "dieser Name schon vergeben" ist. Aber es kann nicht im Sinne von Steppenwolf_365 sein, daß angesichts seines Usernamens ein phantasieloser Hütehund vor meinem inneren Auge auftaucht.

Wo_Bi_a_77 (Wodomir Bieselbrunner?) hat größere Ohren als Prinz Charles und exakt die Figur von Homer Simpson (Merke: großkarierte Hemden in Gelbtönen schmeicheln eher weniger). Dafür kann er nichts. Wohl aber dafür, daß er sich in bester Förster-Liesl-Romandeinband-Manier finster in die Ferne kniepend vor der Schwäbischen Alb hat fotografieren lassen - ganz so, als sei sie der K2, der ihm soeben den besten Freund geraubt hat. Wodomir, Du hast doch bloß grad die Himbeerstecken geschnitten!

McFetz und Kucke_Da allerdings sollten mit längerem Sportschau- und Dosenbierentzug dafür bestraft werden, daß sie sich im zarten Alter von Mitte Fünfzig derart niedlich benamst haben.

ImBesten(Alter?)51 ist inzwischen 53, sucht also schon etwas länger.

Die kindliche Zuversicht des Herrn aus Rumänien rührt mich immerhin - ob ich ihm einen politisch höchst unkorrekten Tip gebe, wie er eher zu Erfolg gelangen könnte?

Sonntag, 15. Mai 2011

Kleines Bestiarium der Partnersuche

Genus: Mann

Neu! Jetzt mit Querverweisen!

Spezies: Ehemann

Maritus fraudulentus vagrans

Population: stabil mit Expansionstendenz

Eine auch außerhalb ihres Habitats (Büros, Bordelle, Hotelbars, Spezial-Sites) so erstaunlich verbreitete Art, daß sie als echter Zivilisationsfolger, wenn nicht sogar als Pest bezeichnet werden darf. Außerhalb der Virtualität am häufigsten bei Nahrungsaufnahme im Restaurant (gegen Spesenquittung) und Reisen nach Paris (Zieländerung möglich, aber selten) zu beobachten.
Aus bislang unerforschten, möglicherweise sadistisch bedingten Gründen jagt diese Spezies mit wahrer Begeisterung fern ihres angestammten Territoriums. Im Versuch, sich dem feindlichen Umfeld anzupassen, gibt sie sich unweigerlich als „getrennt lebend“ aus. Vermutlich steht dahinter das Rationale, daß sie gemeinhin viele Stunden außerhalb des ehelichen Baus verbringt, oder es immerhin gern täte.

Leicht zu halten, macht dabei aber wenig Freude.
Gerade vom unerfahrenen Beobachter leicht zu verwechseln mit dem -> Herzkönig, seinem größten Freßfeind. Oft wird fälschlich behauptet, besonders ausdauernde Halter hätten sogar eine Metamorphose zu jenem miterlebt. Derart haltloses Geschwätz ist zweifellos mit für die große Verbreitung dieser keinesfalls schützenswerten Art verantwortlich.

Kennzeichen: Keine Angaben unter den Rubriken „Kinder“ und „Wohnverhältnisse“. Bezeichnet sich gern als „generös“. Profil immer ohne Foto. Oft ausgerechnet Jurist und/oder -> Konservativer.

Spezies: Porschefahrer
Casanova ambitiosus

Population: klein, aber stabil

Leicht mit -> Konservativen zu verwechseln, aber ohne deren positive Charakteristika. Ziemlich undankbar in der Langzeithaltung. Bastardformen von -> Ehemännern sind dennoch rar. Das beruht wahrscheinlich auf dem Sieg des Selbsterhaltungstriebes bei einer Kollision des bei dieser Spezies ausgeprägten Betrugswunsches mit dem ebenso starken Instinkt, das Pfauengefieder auf einem Foto (s. Kennzeichen) zu spreizen.
Die Spezies kommt häufig auch auch im Audi, Mercedes und BMW vor, seltener im Opel oder Renault.

Kennzeichen: Meist mehr als ein Foto, fast immer mit Auto und/oder Schal, beschreibt sich selbst unweigerlich als „sehr attraktiv“, häufig auf „-ist“ endende Berufsbezeichnung.

Spezies: Peter Pan

Adulescens sempervirens

Population: verbreitet

Für Langzeithaltung eher ungeeignet. Leider versuchen sich unerfahrene Halter nur zu oft an dieser Spezies. Sie scheitern meist kläglich. Häufig sind -> Säufer eingekreuzt.

Kennzeichen: Fotohintergrund oft unter südlicher Sonne oder im Biergarten, Motorrad und/oder Glatze mit Pferdeschwanz, auf i-endende Nicknames. Oft gebrauchte Formulierungen „Carpe diem“, „Leben und leben lassen“.

Spezies: Heimchen
Formica formica

Population: stabil

Diese Spezies ist geprägt von der Vielzahl ihrer Unterarten. Wirklich reinrassige Exemplare sind selten, aber unweigerlich genauso anstrengend wie Bastardformen.

Alle Kreuzungen sowie die Reinformen zeichnen sich sowohl durch das Wort „treu“ im Partnerwunsch wie auch durch extreme Standorttreue aus. Dabei beschränkt sich das Habitat manchmal auf wenige Quadratmeter, die jedoch stets erstaunlich speziell auf die Bedürfnisse des einzelnen Exemplares ausgerichtet sind. Sollte es doch einmal gelingen, eines aus seiner Nische zu entfernen, beginnt es meist rasch zu kränkeln und macht dann dem Halter nur noch wenig Freude.

Zu den am häufigsten beobachteten Subspezies gehören:

Häuslebauer
F. aedium sueba

Kennzeichen: Foto vor dem Haus oder vor von Gelsenkirchner Barock geprägtem Interieur.

Gartenbuddler

F. horti

Kennzeichen: Outdoor-Foto. Der Unterschied zum -> Sportler tritt für den erfahrenen Beobachter rasch und problemlos in der Kategorie „Freizeitbeschäftigungen“ zutage.

Sammler

F. colligens

Kennzeichen: Unvermitteltes Auftauchen eigentümlicher Worte wie „Überraschungseier“ im Profil.

Bastler
F. construens

(Noch kein Eintrag. Helfen Sie mit, dieses nützliche Werk durch sachkundige Kommentare aufgrund eigener Beobachtungen zu vervollständigen!)

Vereinsmeier

F. societatibus occupata
(Noch kein Eintrag.)

Spezies: Säufer
Potor alcoholicus

Population: genauer Status unbekannt, aber verläßlichen Informationen zufolge weitaus verbreiteter als gemeinhin angenommen, insbesondere die Bastardformen.

Auch für den wagemutigen Halter ist nur die seltene Reinform P. potor geeignet. Bei P. conclamans sind Ohrenlider unabdingbar. Langzeithaltung praktisch ausgeschlossen.

Kennzeichen: meist geschieden, pflegt sich als „gesellig“ zu bezeichnen. Leider ist die charakteristische Rot- oder Graufärbung des Gesichts auf Portraitfotos nur selten eindeutig auszumachen.

Spezies: Couchpotato
Sedentarius televidens

Population: Status unbekannt. Möglicherweise gefährdet.

Wird häufig zu Unrecht den -> Heimchen zugerechnet, denn sie ist im Gegensatz zu jenen weitaus weniger anspruchsvoll in der Haltung. Sie erwartet weder gemeinsame Feldzüge gegen Quecke und Giersch, noch auch die Einmachorgien, die erfahrungsgemäß aus erfolgreicher Erdbeer- und Bohnenproduktion resultieren. Sie verlangt kein regelmäßiges Gehsteigschrubben und vor allem keine mühsam erheuchelte Bewunderung des zuletzt erworbenen Schrotts.
Leider durch die zunehmende Leitkultur-Verschmutzung noch viel erfolgreicher in den Untergrund getrieben als die ebenfalls vom Aussterben bedrohten -> Raucher (Eintrag fehlt!).
So ist harte Detektivarbeit erforderlich, um die scheue Sofaknolle unter ihrem Deckmäntelchen auszumachen, das sie sich mühsam aus an den Haaren herbeigezogenen Interessen zu weben pflegt.

Kennzeichen: die Abwesenheit spezieller Kennzeichen

Spezies: Konservativer
Cornucopia vocis populi

Population: relativ klein, vermutlich stabil

Schutzmaßnahmen sind angeraten, da diese Art oft einige der für den überaus seltenen -> Herzkönig charakteristischen Züge aufweist, auch wenn andererseits viele -> Ehemänner eingekreuzt sind.

Kennzeichen: Markige Sprüche im Profil, wie etwa „Die Invasion unerträglich heuchlerischer Gutmenschen...“

Nur für den robusten Halter mit Ohrenlidern empfehlenswert.

Spezies: Sonderling
Solitarius babillottii

Population: stabil

Strenggenommen handelt es sich dabei nicht um eine eigene Spezies. Die Angehörigen dieser Art setzen sich vorwiegend zusammen aus entweder geschiedenen oder ewig ledigen -> Säufern und -> Sammlern.
Bastardformen von -> Ehemännern sind bei dieser Art möglich, aber extrem selten.

Spezies: Sportler
Homo ludens

Population: riesig

Zu Recht werden dieser Art auch Subspezies wie der gemeine Gesundheitsfanatiker (H. kneippii) und der gefleckte Hypochonder (H. desperatio medicorum) zugerechnet, was ihre Zahlen weiter anschwellen läßt.
In der Haltung oft (aber nicht immer!) genauso anspruchsvoll wie -> Heimchen. In seltenen Ausnahmefällen können gewisse Überschneidungen mit dem -> Herzkönig auftreten.

Kennzeichen: Oft an nur scheinbar harmlosen Sätzen zu erkennen. „Meine zukünftige Partnerin sollte sich für die Jagd/Mountainbiking/extreme Dieting interessieren“ ist zu interpretieren als „Im Zweifelsfalle liege ich lieber mit meiner Schrotflinte und dem Vorstehhund im Bett als mit einer Frau.“

Spezies: Baumstreichler
Mimosa politica

Population: gilt als ausgestorben

In der Fachliteratur wird über letzte Sichtungen in den späten achziger Jahren berichtet. Oft wird eine Korrelation zwischen dem Aussterben der Spezies und dem damals zunehmenden Modetrend zu Birkenstockschuhen vermutet, obwohl die Firma nachdrücklich Unterstellungen zurückweist, sie habe zu irgendeinem Zeitpunkt Baumstreichler verarbeitet. Ein Sensationsfund in jüngster Zeit gibt jedoch Grund zu der Hoffnung, daß tatsächlich einige Angehörige dieser Gattung in einer für sie lebensfeindlichen Umwelt überlebt haben.

Zwei Worte der Warnung für wirklich Ambitionierte:
- die Haltung ist nur unter Idealbedingungen, d.h. in gemeinnützigen Vereinen oder therapeutischen Einrichtungen gestattet und bedarf selbst dann einer offiziellen Genehmigung.
- Nomen est omen! Bedenken Sie, daß es sich um eine extrem empfindliche Art handelt. So sollen in der Vergangenheit mehrfach lebensbedrohliche Schockzustände nach unvermitteltem Gesieztwerden beobachtet worden sein.

Kennzeichen: Bezeichnet sich selbst als "sensibel". Formulierungen wie „Mensch sein“, „ein Stück weit“, „ankommen“ und/oder handgetöpferte Poesie im Profil.


Spezies: Achtundsechziger
Senex revolvens cohn-benditii

Population: Status unbekannt, wahrscheinlich stark gefährdet

Die unterschiedlichsten Gründe haben dazu beigetragen, daß diese Spezies auch für den ausdauernden Beobachter meist unsichtbar bleibt: Abwanderung in die Toskana, Coming-Out, sechste Ehe, die andauernde Suche nach Partnerinnen, die jetzt in dem Alter sind, in dem sie es zu ihrer Glanzzeit waren, Konversion zu Rüschenstores, Aufenthalt im internetfreien Ashram, IMF, etc.

Kennzeichen: (Eintrag fehlt!)

Spezies: Herzkönig
Avis rara

Population: unmittelbar vom Aussterben bedroht

Tatsächlich beruht alle Kenntnis dieser Art auf Gerüchten. Es wird sogar behauptet, sie gehöre eigentlich ins Reich der Sphinxen und Zentauren und habe in einem wissenschaftlichen Werk, das Anspruch auf Ernsthaftigkeit erhebt, nichts zu suchen.
Auffällig ist, daß der quasi mythischen Kreatur wechselnde, manchmal sogar einander widersprechende Kennzeichen zugewiesen werden.

Die wenigen bekannten Exemplare haben bereits die Metamorphose hinter sich und sind glücklich verheiratet.
Nicht zu verwechseln mit der Spezies Ehemann!

Namen sind Schall und Rauch

Der Tag war produktiv aber scheinbar endlos. Nun will ich bloß noch rasch einen Blick auf meine Dating-Sites werfen. Es hat sich sicher eh nicht viel getan, aber durch häufiges Einloggen sorge ich dafür, daß mein Profil an prominenter Stelle präsentiert wird. Oder jedenfalls behauptet das die Site. –

Na, immerhin hatte ich ein paar neue Besucher. Beide mit einem Fragezeichen statt Bild. Das heißt, ich muß sie erst anklicken, ehe ich ein Foto in Augenschein nehmen darf. Erheitert und gegen meinen Willen ziemlich neugierig drücke ich mit dem Zeigefinger auf die Maustaste.

M. ist 67, Arbeiter, pensioniert und verwitwet. Lebt in der Pfalz. Nicht grade meine Lieblingsgegend. Aber immerhin allein, nicht bei seinen Kindern. Schwarzer Bürstenschnitt. Ob die Haare gefärbt sind? Bezeichnet seine Figur als ‚mollig’. Na, ich hätte eher ‚Kleiderschrank’ gesagt. Sieht nach ehemaligem Möbelpacker aus. Oder vielleicht Türsteher.
Interessen: Sport, Fernsehen, Garten, Kneipe. Also alles normal. Ich starre auf das narbige Gesicht. Eigentlich nicht unsympathisch, oder? Jemand, den man ganz gern im Zugabteil hätte, falls die Fußballfans zu randalieren anfangen. Andererseits ist da um die Augen was, was mir nicht so gut gefällt. M. sieht vielleicht doch mehr so aus wie jemand, der sehr, sehr unangenehm werden kann, wenn die Nachbarskatze zwischen seine Schlüsselblumen kackt. Oder wenn er denkt, daß ihn jemand nicht ernst nimmt. Ich beschließe, lieber doch keine Nachricht zu schicken.
Obwohl ich wirklich gern gewußt hätte, wie er dazu gekommen ist, sich ausgerechnet Miezipurz zu nennen.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Die kostenlose Ratgeberseite für eine erfolgreiche Partnersuche mit Hexenundschnecken

Tip 1:
- Auch wenn es Sie sehr viel Mühe kostet und Ihrem Selbstbild als profunder Denker widerspricht – für die Kamera ein freundliches Gesicht zu machen ist eine Investition in die Zukunft! Sie wollen doch nicht auf den ersten Blick Fragen nach der Funktionstüchtigkeit Ihres Verdauungsapparates wecken, oder?

- Selbst wenn Sie sich wirklich und wahrhaftig, Hand auf's Herz, als "jünger wirkend" oder "junggeblieben" empfinden (genau wie 37 Millionen anderer Männer) - sind Sie tatsächlich auf der Suche nach einer optisch schwerbehinderten Dame? Oder einer, die den Intelligenzquotienten von tiefgekühltem Froschlaich hat? Nein? Dann stellen Sie als Fünfundsechzigjähriger kein Bild von sich ein, das Sie als faltenfreien, vollbemähnten Dreißiger zeigt.

- Verschwenden Sie einen Gedanken an den Hintergrund Ihres Fotos. Selbst sehr lebhafte Tapeten lenken nicht von Ihrem Doppelkinn ab. Auch die Accessoires sind nicht immer unerheblich. Wenn Sie auf der Aufnahme Großtante Ernas Schleiflackkommode zu zärtlich streicheln, könnte eine potentielle Partnerin auf die Idee kommen, daß es in Ihrer prospektiven Beziehung eine unerwünschte Dritte geben wird.

Tip 2: Nur wenige Menschen haben das Glück, so vielsagende Namen wie Rainer_Zufall oder Martha_Pfahl zu tragen. Sie möchten sich gar nicht mit vollem Namen zu erkennen geben? Der Duden verzeichnet 135.000 Stichwörter. Kombinationen mehrerer Wörter sind darin nicht eingerechnet. Bedenken Sie daher, daß Pseudonyme wie Schnaps_is_immer_gut oder Ich_liebe_Nippes um so vieles aussagekräftiger sind als Rolf_439 oder Heike_Buh_13. Daß Sie als Sesselschoner_sensibel von vornherein andere Interessenten finden werden als Bumsen_ohne_Ende, kann sich auf Ihre zukünftige Zweisamkeit nur positiv auswirken.
Vorsicht ist bei Fremdsprachigem angeraten! Wie leicht können Sie bei Fremden einen falschen Eindruck erwecken. Nehmen Sie sich daher lieber nicht den Herrn aus dem spanischen Sprachraum als Beispiel, der für sich "Fairy" wählte - nach einem hierzulande beliebten Geschirrspülmittel.

Tip 3: Lügen Sie überzeugend! Wenn Sie sich als Deutscher mit Universitätsabschluß ausgeben möchten (oder sogar, wenn Sie einer sind), dann lassen Sie die automatische Rechtschreibprüfung über den Text gehen, ja? Sonst passiert womöglich Folgendes (wörtlich aus einem Profil kopiert):

Hallo freue mich,
suche Reisefreudig Begleitung möcht keine kurzfriestig Beziehung

fahre ein Cabrio und Motorrad.
willst du mit ?


Also, wenn Du so fragst...

Weitere wertvolle Ratschläge demnächst.